Warning: Missing argument 1 for get_post(), called in /kunden/326823_48703/webseiten/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-seo/frontend/class-opengraph.php on line 505 and defined in /kunden/326823_48703/webseiten/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wordpress/wp-includes/post.php on line 371
Get Adobe Flash player


Wie Sie Ihren Blutdruck endlich wirksam

ohne Medikamente dauerhaft senken!

Eine einfache Schritt-für-Schritt Praxisanleitung



powered by TARIFCHECK24 AG

Blutdruck ohne Medikamente senken

Einleitung

Was ist Bluthochdruck?

Einteilung des Bluthochdrucks

Welche Werte sind normal?

Allgemeine Maßnahmen gegen Bluthochdruck

Blutdruck natürlich senken

Blutdruck OHNE Medikamente senken

Einleitung

Hallo!!

In diesem Blog möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die zurzeit am häufigsten verschriebenen Medikamente gegen Bluthochdruck und deren Nebenwirkungen geben. Zudem erfahren Sie etwas über die wichtigsten Allgemeinmaßnahmen, die den Blutdruck senken können.

Sind Sie Patient und leiden unter Medikamentennebenwirkungen? Vielleicht haben Sie es auch satt, jeden Morgen eine Reihe von Medikamenten einnehmen zu müssen? Wollen Sie sich einfach nur mal über die Erkrankung „Bluthochdruck“ informieren? Möchten Sie wissen, wie Sie die nötige Medikamentenmenge reduzieren können? Ok! Lesen Sie weiter!

Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrieländern. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie einen zu hohen Blutdruck haben. Vielleicht fragen Sie sich: „Na und? Solange ich keine Beschwerden habe…“ Aber kennen Sie die Gefahren, die von einem hohen Blutdruck ausgehen können?

 

Zuerst: Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, um Ihren Blutdruck zu senken, setzen Sie sie NIE und NIEMALS eigenständig ab. Sie riskieren schwerste gesundheitliche Folgen. Warum das so ist, erfahren Sie weiter unten.

Aber- und das ist die gute Nachricht- es ist möglich, nach und nach in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt und mit dem Wissen, was Sie erhalten werden, Ihre Medikamenteneinnahme zu reduzieren oder sogar ganz auf Medikamente verzichten zu können.

 

Blutdruckmessung

Der Blutdruck sollte in Ruhe und im Sitzen gemessen werden(Arm zur Messung in Herzhöhe lagern). Auch eine Selbstmessung durch den Patienten sollte zur Diagnose herangezogen werden (um einen Weißkittel- oder Praxishochdruck erkennen zu können!).

 

Zuerst erfahren Sie, was man unter dem Blutdruck und dem Bluthochdruck versteht. Sie lernen die Einteilung der verschiedenen Stufen des Bluthochdrucks und einfache Maßnahmen kennen, Ihren Blutdruck ohne Medikamente zu senken. Dabei handelt es sich um Verhaltensweisen, die jeder Patient durchführen kann und durchführen sollte. Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten der Blutdrucksenkung ohne Medikamente. Ausführlich wird dieses Thema als Bestandteil des demnächst in aktualisierter Auflage erscheinenden Kurses „Blutdruck senken ohne Medikamente – Normaler Blutdruck in drei Monaten“behandelt. Nähere Informationen dazu erhalten Sie, wenn Sie es wünschen, in meinen Newslettern.

 

 

 

 

Was ist Bluthochdruck?

 

Der Blutdruck wird bestimmt durch die Kraft, die das Blut gegen die Wände der Arterien ausübt. Er wird in Millimeter Quecksilbersäule gemessen (mmHg) und durch zwei Werte ausgedrückt. Der höhere Wert ist der sogenannte systolische Druck, der entsteht, wenn sich das Herz kontrahiert, und der niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck, der den Druck in der Entspannung des Herzens zwischen zwei Schlägen angibt.

Der Bluthochdruck ist Folge eines erhöhten Widerstandes in den Arterien und eines erhöhten Herzzeitvolumens oder auch nur eines der beiden Faktoren.

Während des Tages ändern sich die Werte, unter anderem in Abhängigkeit von körperlicher Anstrengung oder Aufregung. Sind beide Werte oder auch nur ein Wert dauerhaft erhöht, spricht man von einem Bluthochdruck, oder auch einer Hypertonie. Ein hoher Blutdruck ist gefährlich, da das Herz, die Nieren, die Augen und die Arterien geschädigt werden können.

Folgen können Herzschwäche, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall und andere lebensgefährliche Krankheiten sein.

Da Symptome oftmals fehlen, kann ein Bluthochdruck lange unentdeckt bleiben.

Die Prävalenz- eine Kennzahl, die aussagt, wie viele Menschen einer bestimmten Gruppe definierter Größe an einer bestimmten Krankheit leidet- liegt in den westlichen Industrienationen bei 25%.

 

 

 

 

 

Einteilung des Bluthochdrucks

 

Beim Bluthochdruck werden 2 Formen unterschieden:

 

  1. 1.      Primäre Hypertonie oder essentielle Hypertonie

(90% der Hypertoniepatienten)

 

  1. 2.      Sekundäre Hypertonie (10% der Hypertoniepatienten)

 

Bei der zweiten Form finden sich Ursachen im Bereich anderer Organsysteme (z.B. Nierenerkrankungen, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Phäochromozytom, Nierenarterienstenose u.a.) oder im Bereich von Medikamentennebenwirkungen.

Bei der primären Hypertonie lässt sich keine Ursache feststellen.

 

Welche Werte sind normal?

 

Einteilung Systolischer Blutdruck (mmHg)

Einteilung

In der Literatur finden Sie auch andere und/oder ältere Einteilungen.

Grundsätzlich sind die Grenzen aber ähnlich.

 

 

Diastolischer Blutdruck (mmHg)Optimal

<120 und

<80

Normal

120-129 und/oder

80-84

Hoch-normal

130-139 und/oder

85-89

Hypertonie I

140-159 und/oder

90-99

Hypertonie II

160-179 und/oder

100-109

Hypertonie III

≥180 und/oder

≥110

Isolierte syst. Hypertonie

≥140

<90

 

 

 

Allgemeine Maßnahmen gegen Bluthochdruck

 

Wichtig

Diese Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie gehören jedoch zu den wichtigsten Maßnahmen, deren Wirkung nachgewiesen wurde.

 

Um dem hohen Blutdruck vorzubeugen oder einen erhöhten Blutdruck zu senken, sollten Sie zunächst folgende Punkte beachten:

 

  1. 1.      Achten Sie auf Ihr Gewicht. Streben Sie ein Normalgewicht an
  2. 2.      Moderates Training, dynamisches Ausdauertraining
  3. 3.      Folgen Sie einem gesunden Ernährungsplan und reduzieren Sie die Salzzufuhr
  4. 4.      Senken Sie Ihren Alkoholkonsum
  5. 5.      Hören Sie auf zu rauchen
  6. 6.      Anti-Stresstraining und Entspannungsübungen
  7. 7.      Soweit möglich, reduzieren Sie blutdrucksteigernde Medikamente

 

Diese Maßnahmen allein können in vielen Fällen den Blutdruck ausreichend senken. Das Problem dabei: Die Umsetzung!!!!!!!!!!!

Ich weiß, was Sie denken: Wieder so ein Diätfuzzi, der schlaue Sprüche klopft. Über Diäten haben Sie vielleicht schon 37 Vorträge gehört, aber so wirklich funktionieren die ja sowieso nicht?

 

Moooooooooment:  Schauen wir uns die Sache doch erst einmal an.

 

PUNKT 1: Tatsache ist (und das wurde in vielen Studien bewiesen), dass Übergewicht neben allen anderen Unannehmlichkeiten ein hoher Risikofaktor ist, an einer Hypertonie zu erkranken. Ende, Aus, Basta!!!!! So ist es nun mal und lässt sich nicht wegdiskutieren. ABER: Sie sollen/brauchen sich nicht auf Modellmaße herunter hungern. Versuchen Sie nach und nach dem NORMALGEWICHT entgegenzukommen. Sicher gibt es unzählige Diäten und Versprechungen. Was von den meisten zu halten ist….naja. Vielleicht haben Sie ja auch schon die eine oder andere Diät ausprobiert. Gewichtsreduktion wirkt positiv auf die Blutdruckwerte. Aber es gibt eine Ernährungsempfehlung, deren Anwendung in Studien eine Blutdrucksenkung beweisen konnte. Forschen Sie mal nach der DASH Diät oder erwarten Sie einfach die nächsten Newsletter. Darin werde ich Ihnen Ernährungstipps ohne Jojo-Effekt und ohne Hungerfrust vorstellen. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Langsame Gewichtreduktion und blutdrucksenkende Ernährung.

 

Punkt 2: Sie brauchen kein Marathonläufer werden. Moderates Training ist angesagt. Dazu geeignet sind Walking, Radfahren, Fitnesskurse, Tanzen (Na? Wie wär’s mal mit einem Tanzkurs? Trauen Sie sich….. und erhöhen Sie Ihre Chancen auf der nächsten Kegel- oder Kaffeeklatschtour), oder auch Sport mit Hilfe einer Spielekonsole. Außerdem hilft das bei Punkt 1.

 

 

Punkt 3: Schmeißen Sie den Salzstreuer aus dem Fenster und würzen Sie mit Kräutern und Gewürzen. In vielen Tiefkühlkostgerichten und Konserven stecken Unmengen von Salz. Suchen Sie sich Ihre Gerichte einfach etwas genauer aus. Das hilft zudem auch wieder bei Punkt 1. Eine Reduktion des Salzkonsums konnte in Studien nachweislich den Blutdruck senken.

 

 

Punkt 4: So, Ihnen ist es unangenehm, Karneval oder auf dem Schützenfest als Spaßbremse mit einem Glas Waldmeisterbrause an der Theke zu stehen? Mir auch! Es geht nicht darum, Alkohol generell zu verbieten. Einige Studien zeigen, dass eine geringe Menge Alkohol den Blutdruck senken kann. Aber 10 Münsterländer Doppelkorn sind keine geringe Menge. Und die tägliche Rettung von mehreren Quadratkilometern Regenwald durch Biergenuss hilft nicht gegen hohen Blutdruck. Es sollten auf jeden Fall weniger als 20g Alkohol am Tag sein.

Für die ganz Interessierten: Der Alkoholgehalt wird in Volumen% angegeben, d.h. ml/100ml Getränk. Um nun in Gramm umrechnen zu können, muss man die Dichte des Ethanols (und kein anderer Alkohol, wie z.B. Methanol sollte sich in den Getränken befinden) berücksichtigen. Diese beträgt 0,79 kg/Liter. Ein Liter Bier mit einem Alkoholgehalt von 4 Vol% enthält 40ml Alkohol (4ml/100ml), was rund 32g Alkohol entspricht (40 x 0,79). Also: der tägliche halbe Liter Rotwein mit 12 Vol% ist hier definitiv zu viel (außer Karneval natürlich). Zudem- Sie erraten es schon- hilft der Verzicht auf Alkohol bei Punkt 1.

 

Punkt 5: Sie brauchen jetzt gar nicht zu argumentieren, dass Sie doch mehr essen, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören und dass das dann NICHT bei Punkt 1 hilft. Kurzfristig mag das stimmen, aber wirklich nur kurzfristig. Punkt 2 wird nämlich wesentlich leichter, wenn Sie nicht schon nach 5 Metern mit Hustenanfall und Atemnot aufgeben müssen.

Lungenkrebs, Herzinfarkt, Gefäßschäden mit Schmerzen beim Gehen, chronische Bronchitis………. fast endlos ist die Liste der schäbigen Krankheiten, die durch das Rauchen hervorgerufen werden können. Und kommen Sie nicht damit, dass Helmut Schmidt ja auch raucht. Schauen Sie sich mal auf einer Intensivstation die nach Luft ringenden Patienten an. Da ist jede Lebensqualität längst über Bord gegangen. Und viele sind noch keine 50 Jahre alt.

Außerdem: 4€ am Tag, das macht 120€ im Monat- dafür können Sie einen Kleinwagen leasen. Jedes Jahr 1460€, dafür kann man durchaus eine Woche Ibiza All Inclusive buchen.

 

 

Punkt 6: Hier gibt es unzählige, günstige Kurse z.B. bei der VHS oder dem örtlichen Sportverein. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wie wäre es mal mit Qi Gong oder Tai Chi? In den asiatischen Ländern ist es längst üblich, in der Mittagspause einige Übungen zu absolvieren. Und Spaß macht es auch noch. Viele haben einfach nur Berührungsängste, weil Ihnen östliche medizinische Techniken nicht vertraut sind. Na und? Einfach probieren- wenn es nichts für Sie ist, dann eben nicht. Näheres über die Möglichkeiten der traditionellen chinesischen Medizin finden Sie auch demnächst in der neuen Auflage meines Kurses „Bluthochdruck senken ohne Medikamente – Normaler Blutdruck in 3 Monaten“, welcher im Frühjahr erscheint. Als Newsletterempfänger werden Sie frühzeitig informiert.

 

 

 

Punkt 7: Bestimmte Schmerzmedikamente, Kortikosteroide, Ovulationshemmer (Pille) und andere Medikamente können den Blutdruck erhöhen. Ich nehme an, dass Sie Medikamente nicht aus Spaß an der Freud nehmen. Setzen Sie diese nicht einfach ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten, auf andere Präparate auszuweichen.

 

Medikamente gegen Bluthochdruck und deren Nebenwirkungen

Diuretika

 

 

Eine der am meisten verordneten Medikamentenklassen sind die sogenannten Diuretika. Sie gehören zu den Medikamenten der ersten Wahl.

Sie steigern die Ausscheidung von Wasser, Natrium und Chlorid. Unerwünscht ist die Ausscheidung von Kalium. Es kommt somit zu einer Verringerung des Blutvolumens. Das Problem ist, dass auch Stoffe vermehrt ausgeschieden werden, die gut für eine Blutdrucksenkung sind. Nach mehreren klinischen Studien kann das Verhältnis von Natrium zu Kalium einen Einfluss auf das Entstehen eines Bluthochdrucks haben.

 

 

Unerwünschte Nebenwirkungen sind:

 

  • Änderungen es Wasser- und Elektrolythaushaltes
  • Kaliummangel und dadurch bedingte Herzrhythmusstörungen
  • Magnesiummangel
  • Wassermangel mit erhöhtem Thromboserisiko
  • Erhöhter Harnsäurewert mit der Gefahr von Gichtanfällen
  • Beschwerden im Magen-Darmbereich wie Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit
  • Muskelschwäche
  • Erhöhung des Blutzuckers, von Triglyceriden und Cholesterin
  • Durch Volumenmangel auch Schwächegefühl und Schwindel

 

 

 

Einige häufig verordnete Diuretika:

 

Esidrix®, Aquaphor®, Lasix®, Unat®, Torem®, Arelix®, Hygroton®, Aldactone®, Osyrol®

 

Oder Wirkstoffe+Firma: HCTbeta® (Hydrochlorothiazid), Xipamid CT® (Xipamid), Furogamma® (Furosemid)

 

Kombinationspräparate: Dytide H® (HCT+Triamteren), Diucomp®, Moduretik®

 

Rezeptor:

Rezeptoren sind Proteine mit spezifischen Bindungsstellen für bestimmte Stoffe. Nach deren Bindung werden spezifische Wirkungen ausgelöst.

 

 

 

 

 

BETA BLOCKER

 

 

Betablocker gehören auch zu den oft verschriebenen Medikamenten gegen Bluthochdruck. Wie der Name sagt, blockieren sie Betarezeptoren und sind damit Gegenspieler von Adrenalin und Noradrenalin an diesen Rezeptoren. Die Verteilung der Betarezeptoren ist an verschiedenen Organen unterschiedlich. Zudem wird zwischen Beta1 und Beta 2 Rezeptoren unterschieden.

 

 

 

 

 

Wirkungen durch Blockierung der Beta 1 Rezeptoren

Am Herzen:

 

Häufigkeit der Nebenwirkungen

Sehr häufig: >10%, also mehr als 10 Personen von 100

Häufig: bei 1-10% also 1 bis 10 Personen von 100

Selten: bei 0,1-1% also 1-10 Personen von 1000

Sehr selten: bei 0,01-0,1%, also bei 1 bis 10 personen von 10000

In Einzelfällen: bei 0,001- 0,01% also bei 1-10 Personen von 100000

 

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen eines Medikamentes ist auf dem Beipackzettel angegeben

 

  • Herabsetzung der Kontraktionskraft
  • Reduktion der Herzfrequenz
  • Verlangsamung der Erregungsleitung
  • Verminderung des Sauerstoffbedarfs

 

Weitere Wirkungen:

Beeinflussung des Fettsäureabbaus

Senkung des Widerstandes der Blutgefäße

 

 

 

 

Wirkungen durch Blockierung der Beta 2 Rezeptoren

  • Erhöhung des Gefäßwiderstandes
  • Hemmung der Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse
  • Hemmung des Glykogenabbaus im Skelettmuskel
  • Konstriktion der Bronchien

 

Weiterhin kann es zur Verstärkung der Wehen durch Zunahme der Kontraktion der Gebärmutter sowie verminderter Ängstlichkeit und Verringerung von Zittern kommen.

 

 

Aus dem Wirkungsmechanismus ergeben sich auch die möglichen Nebenwirkungen.

  • Auslösung eines Asthmaanfalls
  • Verschlechterung der Symptome einer chronischen Bronchitis
  • Hypoglykämie (Wert des Blutzuckers ist zu niedrig)
  • Unterdrückung der Warnsymptome bei Hypoglykämie
  • Verschlechterung eines Diabetes mellitus (Hemmung der Insulinsekretion)
  • Reizleitungsstörungen des Herzens
  • Muskelkrämpfe, Muskelschwäche
  • Bauchschmerz, Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Potenzstörungen
  • Schlafstörungen, Schwitzen, Halluzinationen,
  • Depression, Müdigkeit
  • Kopfschmerz
  • Verstärkung von Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen

 

Setzen Sie Betablocker auf keinen Fall abrupt und eigenmächtig ab. Es kann zu einem „Rebound Phänomen“ kommen. Diese kann zu Schweißausbrüchen, Blutdruckanstieg, schnellem Herzschlag, Unruhe und Angina pectoris bis zum Herzinfarkt kommen.

 

Die Wirkstoffnamen enden meistens auf „-ol“.

 

Atenolol (Tenormin®, Atebeta®); Bisoprolol (Bisobeta®, Concor®);

Carvedilol (Dilatrend®); Esmolol (Brevibloc®);

Metoprolol (Beloc®, Metoprolol-ratiopharm®); Nebivolol (Nebilet®);

Pindolol (Visken®), Propanolol (Dociton®)

 

 

ACE Hemmer

Wie der Name verrät, hemmen die Medikamente dieser Klasse ein bestimmtes Enzym, das Angiotensin-Converting-Enzyme. Dieses Enzym ist für die Abspaltung von zwei Aminosäuren vom Angiotensin I verantwortlich, so dass sich Angiotensin II bildet. Dieses Hormon verengt die Blutgefäße. Zudem wirkt es auf Herz, Niere, Gehirn und Hypophysenvorderlappen. Durch die Erweiterung der Blutgefäße und das verminderte Zurückhalten von Natrium senken ACE-Hemmer den Blutdruck.

Durch die Beeinflussung des sogenannten Renin-Angiotensin-Systems kommt es zu zahlreichen erwünschten und unerwünschten Wirkungen kommen.

 

 

Unerwünschte Wirkungen können sein:

  • Reizhusten
  • Überschießender Blutdruckabfall
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Zentralnervöse Symptome (z.B. Kopfschmerz, Müdigkeit, Verwirrtheit, Schwindel)
  • Reizleitungsstörungen am Herzen
  • Schwere Nebenwirkungen bei Herzklappenfehlern

 

 

.

 

Einige Wirkstoffe und Handelsnamen:

 

Benazipril (Cibacen®); Captopril (Captobeta®, Tensobon®); Cilazapril (Dynorm®);

Enalapril (Xanef®, EnaLich®); Lisinopril (Acerbon®, Lisibeta®);

Ramipril (Delix®, Ramipril-Hexal®)

 

 

 

 

 Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten

 

Diese Medikamente gehören zu einer neueren Gruppe der blutdrucksenkenden Mittel. Sie werden auch oft als Sartane bezeichnet. Im Gegensatz zu den ACE-Hemmern wird nicht das Converting Enzym gehemmt, sondern die Wirkung vom oben genannten Angiotensin II direkt am Rezeptor vermindert. Dieser Rezeptor ist in verschiedenen Geweben, wie z.B. glatten Muskeln, Gefäßen und Nebenniere.

 

 

Unerwünschte Nebenwirkungen sind:

  • Durchfall und Verdauungsstörungen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Schwindel, Schlaflosigkeit, Depressionen
  • Kieferhöhlenentzündung, verstopfte Nase
  • Hauterythem
  • Änderung bestimmter Laborwerte
  • Auslösung oder Verschlimmerung einer Psoriasis

 

 

 

Einige Wirkstoffe und Handelsnamen:

 

Valsartan (Provas®, Diovan®), Losartan (Lorzaar®), Telmisartan (Micardis®), Irbesartan ( Aprovel®), Candesartan (Atacand®, Blopress®)

 

 

 

 

 

 Calciumkanalblocker

 

Für das Zusammenziehen (Kontraktion) der glatten Gefäßmuskelzellen ist das Calciumion in der Zelle von entscheidender Bedeutung. Eine erhöhte Konzentration von  Calcium in der Zelle führt zu einer gesteigerten Kontraktilität der glatten Muskeln in Herz und Gefäßen. Damit kann es zu einem erhöhten Widerstand in den Gefäßen und damit höherem Blutdruck kommen. Calciumkanalblocker hemmen den Calciumeinstrom in die Zelle. Dadurch senken sie den Widerstand in den Gefäßen und können weitere Wirkungen am Herzen hervorrufen. Chemisch gesehen sind die unterschiedlichen Calciumkanalblocker nicht alle miteinander verwandt. Einige bewirken eine Erniedrigung der Herzschlagfrequenz, was bei einem schnellen Herzschlag (Tachykardie) gewünscht sein kann. Andere Medikamente dieser Gruppe wirken weniger auf das Herz.

 

 

 

Unerwünschte Nebenwirkungen:

  • Reizleitungsstörungen am Herzen
  • Juckreiz, Rötungen und Quaddelbildung an der Haut
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Verstopfung, Übelkeit
  • Zahnfleischveränderungen (Gingivahyperplasie)
  • Allergisches Zusammenziehen der Bronchien (Bronchospasmus)
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel

 

 

 

Einige Wirkstoffe und Handelsnamen:

 

Nifedipin (Adalat®), Diltiazem (Dilzem®), Verapamil (Verapamilbeta®, Isoptin®),

Amlodipin (Norvasc®), Felodipin (Munobal®), Nisoldipin (Baymycard®)

 

 

 

 

 

ALPHA BLOCKER

 

 

Alpha-Blocker sind an Alpha-Rezeptoren Gegenspieler von Katecholaminen (wie Adrenalin oder Noradrenalin). Durch die Blockade kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Es kann zu einem „Erstdosis- Phänomen“ kommen. Dabei sinkt der Blutdruck stark ab und es kommt zu Schwindel und Schwächeanfällen.

 

 

Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind:

  • Sehstörungen, Kopfschmerz
  • Gelenkschmerzen
  • Störung der Funktion der Blutplättchen für die Blutgerinnung
  • Schneller Herzschlag, Beklemmungsgefühl in der Brust, Herzklopfen
  • Störungen beim Wasserlassen
  • Ejakulationsstörungen
  • Mundtrockenheit, Erbrechen, durchfall, Verstopfung
  • Gefühlsstörungen, Kribbeln, Ameisenlaufen

 

Einige Wirkstoffe und Handelsnamen:

 

Urapidil (Ebrantil®), Prazosin (Minipress®), Terazosin (Flotrin®)

 

Selbstverständlich gibt es noch eine Reihe weiterer Medikamente, Wirkstoffe und Handelsnamen. Hier soll es aber ja nicht um die vollständige Auflistung aller möglichen Medikamente gehen, sondern um die Beschreibung der Wirkungen und Nebenwirkungen der häufig verordneten Medikamente.

 

Natürlich treten nicht bei jedem Patienten die gleichen Nebenwirkungen in der gleichen Stärke auf. Zum Glück sind die meisten Nebenwirkungen sehr selten, aber wenn gerade Sie betroffen sind, ist Ihnen damit auch nicht geholfen.

 

Insbesondere die Wechselwirkungen der Bluthochdruckmedikamente mit anderen Medikamenten, die aufgrund weiterer Erkrankungen gegeben werden müssen, sind schwer vorhersehbar. Daher ist es umso wichtiger, Möglichkeiten auszuschöpfen, den Blutdruck ohne Medikamente zu senken.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie ein Medikament nicht vertragen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an und optimieren Sie zusammen die Behandlung.

 

So, Sie haben jetzt einen kleinen Eindruck über die Erkrankung Bluthochdruck gewonnen und sehen die Wichtigkeit, sie zu erkennen und zu behandeln. Sicherlich haben Sie noch viele Fragen und möchten mehr wissen, insbesondere auch über alternative Behandlungswege.

Blutdruck natürlich senken

Hoher Blutdruck?

Facebook Like

3 Antworten auf Blutdruck ohne Medikamente senken

  • Heike sagt:

    Guter informativer Blog! Weiter so

    Gruß

    Heike

  • Sabine T. sagt:

    Guten Tag,
    ich habe seit Jahren erhöhten Blutdruck. Zuerst bekam ich Bisobeta verschrieben. Nach 2 Jahren verschrieb mir mein Arzt zusätzlich Lozaar protect 100. Ich habe seitdem starke Rückenschmerzen, die trotz Physiotherapie nicht weggehen. Kann das an der Einnahme von Lozaar liegen und muß ich wirklich 2 Blutdrucksenker einnehmen?
    Freundliche Grüße
    Sabine

    • Juergen Twyhues sagt:

      Hallo Sabine
      Rückenschmerzen können bekannterweise viele Ursachen haben. Sie sind auch als mögliche Nebenwirkungen von Losartan (=der Wirkstoff in Lorzaar) beschrieben, allerdings mit unbekannter Häufigkeit.
      Ob Sie wirklich 2 Blutdrucksenker nehmen müssen, kann ich nicht über das Internet beurteilen.
      Wichtig ist, zuerst alle nichtmedikamentösen Möglichkeiten der Blutdruckbehandlung auszuschöpfen. Schauen Sie dazu auch HIER
      Besprechen Sie das Problem auch mit Ihrem Hausarzt. Ein Wechsel zu einer anderen Medikamentenklasse könnte Klarheit darüber bringen, ob Ihre Rückenschmerzen durch Lorzaar hervorgerufen werden.
      Grüße
      Jürgen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>