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Blutdruck senken – Betablocker

Blutdruck natürlich senken

Medikamente?

Heute möchte ich kurz auf eine Medikamentengruppe eingehen, die besonders häufig verschrieben wird, da mich zur Wirkungsweise mehrere Fragen erreicht haben.

Es handelt sich dabei um die Beta-Rezeptorenblocker, kurz auch Betablocker genannt.

Wie wir wissen, können sich Muskeln kontrahieren. Klar.

Auch die Blutgefäße besitzen in ihrer Wand Muskulatur, mit deren Hilfe sich die Gefäße verengen oder erweitern können.

Während wir z.B. unsere Muskeln an Armen, Schultern usw. willentlich kontrahieren und entspannen können um vielleicht 3 Sack Zement spaßeshalber durch die Kneipe zu tragen, unterliegt die Kontraktion vieler anderer Muskeln, wie in Darm oder Gefäßen der Regulation durch das vegetative Nervensystem, welches arbeitet, ohne dass wir es bewusst steuern. Haben Sie schon einmal versucht, Ihren Darmmuskeln zu befehlen, sich weniger lebhaft zu kontrahieren? Klappt nicht wirklich, oder?

Das vegetative Nervensystem wird unterteilt in einen sympathischen und einen parasympathischen Teil.

Wirkungen des Sympathikus: Steigerung von Herzfrequenz und Herzmuskelkraft, Erweiterung der Bronchien, Hemmung ( hier mal NICHT Antrieb) von Nahrungsresorption und Verdauung….. allgemein: antreibend

Umgekehrt wirkt der Parasympathikus; allgemein: dämpfend

Das vegetative Nervensystem reguliert zusammen mit Hormonen die inneren Organe. Mit der nervalen Steuerung kann eine rasche Anpassung an veränderte Umweltbedingungen erfolgen. Die hormonelle Steuerung ist eher langfristig ausgelegt.

Weiterhin wichtig für die nervale Steuerung sind die Überträgerstoffe oder Transmitter wie Acetylcholin und Noradrenalin.

So…. an den Organen befinden sich Rezeptoren, an denen Neurotransmitter agieren können. Also: Reiz –>Freisetzung von Neurotransmittern und Reizweiterleitung–> Freisetzung von Neurotransmittern (wie z. B. Adrenalin) aus den Nervenenden –> Transmitter agieren mit den Rezeptoren des Organs –> schwupp, schon haben wir die Wirkung.

Jeder hat doch schon mal die Wirkung eines “Adrenalinschubes” gemerkt. Der fiese Nachbar schüttet seine Mistkarre direkt an der Grundstücksgrenze aus und zack…. Adrenalin wird ausgeschüttet und das sympathische Nervensystem schaltet auf Angriff, der Blutdruck und die Herzfrequenz steigt….hormonelle und nervale Anpassung auf veränderte Umweltbedingungen.

Was aber, wenn ein Medikament das Andocken von Transmittern abblockt? Sie erraten es. Die Reaktionen fallen weniger stark aus.

Und damit sind wir bei den Betablockern.

Zunächst: Wenn es Betarezeptoren gibt, gibt es auch Alpharezeptoren. Jetzt kann man auch noch Alpha 1, Alpha 2, Beta 1 und Beta 2 Rezeptoren unterscheiden. Es gibt auch noch mehr, aber das soll hier nicht interessieren.

Die jeweiligen Transmitter greifen in unterschiedlichen Maßen die unterschiedlichen Rezeptoren an. Hier betrachten wir nun die Betarezeptoren. Beta 1 und Beta 2 Rezeptoren sind an verschiedenen Organen wie Herz und Lunge nicht gleich zahlreich vorhanden. Das ist wichtig um zu verstehen, warum die Medikamente nicht nur die erwünschten, sondern auch unerwünschte Wirkungen haben. In der Entwicklung der Betablocker ist es gelungen, die Medikamente größtenteils selektiv einen Rezeptor (Beta 1) blockieren. In hoher Dosis geht die Selektivität meistens verloren.

Und jetzt nimmt alles Form an: Die Dichte der Beta 1 Rezeptoren ist am Herzen besonders groß. Also: Blockade durch das Pilleken aus der Apotheke–> Abnahme der Herzfrequenz, der Erregungsleitung und der Kontraktionskraft.

Es kommt zu einer Ökonomisierung der Herzarbeit (weniger Sauerstoffverbrauch).

Werden Beta 2 Rezeptoren blockiert, wird die Gefäßerweiterung gehemmt. Engere Blutgefäße erhöhen den Blutdruck !!!!!!!!! HOPPLA!!!!! Das war doch nicht gewollt.

Nun… es kommt auch zu einer verminderten Freisetzung von Renin (ist jetzt egal, was das ist) und dadurch zu einer Blutdrucksenkung!!! Na endlich!

Also: Herz gut, Blutdruck gut, alles gut?

Leider nein.

Werden die Beta 2 Rezeptoren der Bronchien blockiert, kommt es zu einer Konstriktion der Bronchialmuskulatur, was nun völlig Käse für den Asthmatiker oder Menschen mit chronischer Bronchitis ist.

Wiederum gut: Im zentralen Nervensystem wirken die Medikamente auch: Verringerung von zentralem Zittern und Verringerung von Angstzuständen ohne unheimlich müde (etwas Müdigkeit ist möglich) zu machen.

Daher ist ein Betablocker bei Aufregung vor dem ersten Trompetensolo geeigneter als die üblichen Angstbremser wie z. B. Diazepam (Valium).

Schlecht: Durch Betablocker kann es bei Diabetikern zu Hormonveränderungen mit Unterzuckerung kommen. Die Warnsymptome werden verschleiert.

Durch die Selektivität der Betablocker versucht man, die erwünschten Wirkungen zu erreichen und die unerwünschten Wirkungen zu vermeiden. Klappt nicht immer ganz.

Hier nochmal die wichtigsten Nebenwirkungen, die auftreten können (NICHT müssen):

Verengung der Bronchien

zu langsamer Herzschlag

Verengung von Gefäßen mit kalten Extremitäten

Sexuelle Funktionsstörungen, Potenzstörungen

Verschlechterung eines Diabetes

Mundtrockenheit, Bauchschmerz, Durchfall

Müdigkeit, Schwindel, Halluzinationen, Depression

Die Namen der Wirkstoffe enden meistens auf -ol:

Metropolol, Nebivolol, Atenolol, Bisoprolol, Esmolol, Pindolol, Carvedilol, Popanolol, Sotalol…..

Handelsnamen gibt es baffzig, so dass ich sie nicht alle aufzählen möchte.

Wozu werden Betablocker eingesetzt?

Hypertonie (Bluthochdruck)

Prophylaxe (nicht Therapie des akuten Anfalls) der Angina pectoris

Herzinfarkt und Reinfarktprophylaxe

Tachykardien (schneller Herzschlag)

Tachyarrhythmien (schneller unregelmäßiger Herzschlag)

Prüfungsangst

bestimmte Arten von Tremor (Zittern)

Anfallsprophylaxe bei Migränepatienten

 

Infos zur Naturheilkunde finden sie HIER!

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